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Beat The Heat (Asian Percussion Night) |
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SAMUL NORI NOREUMACHI (Korea) JATINDER THAKUR (India) AGUS WAHYU RHYTHM EXPLOSION (Java)
7 Trommler aus verschiedenen Asiatischen Kulturen zelebrieren ein fantastisches Programm mit den Höhepunkten asiatischer Trommelkunst: Bei wuchtigen Beats und filigranen Umspielungen treffen sich die besten ihres Fachs zu einem mitreißenden Trommel-Meeting. Die Musiker stellen ihre Kulturen einzeln vor, und entwickeln dann eine kompakte Session, wie es sie noch nie gegeben hat.......
Nebenbei hören wir auch dazugehörige Klänge wie Indische Trommelsprache, Koreanischen Schamanengesang, Indonesisches Gamelan...
Ein berauschendes Programm auf höchstem Niveau, zum Lauschen und zum Tanzen.
SAMUL NORI NOREUMACHI (Korea)
Noreumachi ist derzeit die führende Gruppe der koreanischen Trommelkunst. Samul Nori (Spiel der vier Dinge) basiert auf traditioneller koreanischer Perkussionsmusik der Bauern. Es ist eine wuchtige, spirituelle Musik, deren Sinn die Zusammenführung von Mensch und Natur bei Zeremonien und Festen ist. Aus diesem Ursprung heraus hat sich die heutige Bühnenmusik entwickelt, die auch die spektakulären, gewagten Sprungtänze der Trommler beinhaltet. Gespielt werden vier Instrumente, die symbolisch für vier Elemente der Natur stehen, die nach konfuzianisch/schamanischer Vorstellung durch die Musik verbunden werden:
Kwänggari- ein kleiner, schriller Gong. Als Symbol für den Blitz treibt es die anderen Instrumente an. Tschanggo - eine Sanduhr-förmige, doppelfellige Trommel; sie ist das Soloinstrument, das mit zwei Schlägeln hochvirtuos und akrobatisch geschlagen wird. Es gilt als Regen-Instrument. Jing - ein flacher Bassgong, ein jahrtausendealtes, pan-asiatisches Instrument mit einem tiefen, aufsteigenden Ton - er verkörpert den Wind. Buk - die Basstrommel hält einen durchgehenden, wuchtigen Puls. Koreaner denken dabei an Erde und würdevolle Wolken. Wir denken an Drum n Bass.
AGUS WAHYU RHYTHM EXPLOSION (Java)
Die Kunst des präzisen Verzahnens wird in der Sunda-Musik Indonesiens auf die Spitze getrieben - und das überragende Trio mit J.Thakur gehört zur Weltspitze der Perkussion. Agus Supriawan und Wahyu Rochewandy spielen Gendang-Trommeln, ein Set aus 6 doppelfelligen Instrumenten. Zentrale Haupttrommel ist eine große doppelfellige Variante, die auf beiden Seiten gespielt wird. Die Trommel wird im Sitzen gespielt, und ein Fuß drückt auf die tiefe (rechte) Seite des Trommelfells. Mit unterschiedlich starkem Druck der Ferse kann der Musiker so unterschiedliche Tonhöhen im Bass erzeugen, ähnlich wie die indischen Musiker bei den Tablas. Zusätzlich zur großen Trommel gibt es noch zwei kleinere Trommeln (Kulanter), die senkrecht neben der Haupttrommel stehen. Im Set spielen die Musiker diese Trommeln synchron, es entstehen beeindruckende Effekte durch durchkomponierten Breaks, Stops etc. Ausserdem wechseln sie sich auch ab im Solieren, wobei jeweils der andere im Hintergrund den durchgehenden Puls hält. Diese Trommelkunst gehört zur Gamelan (Gong)- Musik und die Musiker werden auch andere Intrumente aus dieser Musikkultur vorstellen : Zum Beispiel SARON- ein paar gleichgestimmter Metallophone mit jeweils sechs Tasten. Die Tasten sind aus dicker, schwerer Bronze angefertigt und sehr genau gestimmt, es werden ineinander verzahnte Melodien gespielt. Und: SULING, eine Bambusflöte, die in ganz Indonesien gebräuchlich ist, und von Agus Supriawan meisterlich beherrscht wird. Sowie, last but not least: SANGGAK - eine archaische Vokaltechnik, in der auch das Verzahnen eine wichtige Rolle spielt. Agus und Wahyu haben diese alte Kunst wieder ausgegraben, die in Java schon lange aus der Mode war. Zwischen abgehackten Silben, Affengeschrei, Anfeuerungsrufen und rauschhafter Vokalakrobatik (Hyperventilation! Adrenalin!) klingt das wie eine archetypische Ursprache der Menschheit.
JATINDER THAKUR (Indien)
Der zwischen Wien und dem Himalaya pendelnde Meister gilt als der beste indische Tabla-Spieler in Europa. Er hat sich nicht nur in der traditionellen Rolle als Begleiter hochrangiger indischer Solisten einen Namen gemacht, sondern auch im Jazz/WorldMusik-Bereich an vielen bedeutenden Projekten mitgearbeitet; vor allem mit Rüdiger Oppermann seit 1982, später auch bei Projekten mit Dhafer Youssuf, Free Winds, Timna Brauer, Renaud Garcia-Fons, Carlo Rizzo, etc. Bei einer Rückkehr nach Indien zu Jazz-Festivals in New Delhi), Bombay und Sri Lanka feierte er Triumpfe. Er ist ein Meisterschüler von Alla Rakha, dem Musiker, der zusammen mit Ravi Shankar die indische Musik in den Westen brachte. Trotz aller Cross-Over-Projekte hat Jatinder Thakur seinen klassischen glasklaren Spielstil nie verwässert, gespickt mit rhythmischer Finesse, wirbelwind-schneller rechter Hand, und extrem kräftiger Linke, mit der er auch gerne ganze Basslinien spielt. Auch als Kulturvermittler zwischen Ost und West spielt er eine tragende Rolle in den Welt-Musik-Szene.
Das Trommelpaar TABLA ist das wichtigste Rhythmusinstrument der nordindischen Musik. Es besteht aus einer kleinen, hölzernen Trommel und einer größeren aus Messing. Die hohe Trommel wird auf den Grundton des Stückes gestimmt. Die große Trommel Bhayan hat ein relativ schwach gespanntes Fell. Hier wird die Tonhöhe durch Druck des Handballens auf das Fell definiert, ist also während des Spiels variabel, J.Thakur spielt ganze Basslinien damit.
Tablarhythmen werden nicht in Notenschrift festgehalten, sondern in einer speziellen, jahrhundertealten Trommelsprache TAKETINNA memoriert. Ihre jetzige Form und Spieltechnik wurde in der Moghul-Zeit entwickelt (16. Jahrhundert), als sich kulturelle Einflusse aus Persien, Altindien und Zentralasien gegenseitig zu einer neuen kulturellen Blüte befruchteten.
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für Veranstalter
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