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Ethno Pop aus Algerien
Arabisch-kabylische Roots auf der einen, ein tiefes Verständnis westlicher Klänge von Jazz über Rock bis hin zu Latino-Rhythmen auf der anderen Seite: Diesen einmaligen Brückenschlägen begegnen wir in der Musik des Algeriers Djamel Laroussi. Diplomierter Absolvent der Musikhochschule Köln, Bühnenpartner von Cheb Mami und Chet Atkins, Komponist und Produzent zweier herausragender Alben, auf denen die Maghreb-Klänge mit globalem Vokabular verknüpft werden, und nicht zuletzt ein exaltierter Live-Entertainer - die bisherige Karriere des Mannes aus Algier ist facettenreich, bordet über vor Kreativität.
Mit brandneuen Songs führt Laroussi das Publikum in den Bannkreis seines spirituellen Erbes: Gewidmet hat er sein neues Werk der Heimaterde seiner Vorfahren, dem Dorf 3 Marabouts. Von dort aus geht es auf eine Reise, auf der die Figur des Marabout Dreh- und Angelpunkt des Geschehens wird - jener Heilige, der im Maghreb wie auch den schwarzafrikanischen Ländern des Sahel eine zentrale Rolle spielt.
Während des Konzerts besuchen wir heilige Meister ganz Algeriens, wir sind mittendrin in den Ritualen der schwarzen Gnawa-Sufis und lauschen der Geschichte der legendären Marabout-Frau Mama Binette. Wir betreten geheime Brücken nach Schwarzafrika, hören zu, wie sich brasilianische Harmonien mit arabischem Heimweh verbinden, wie den unterprivilegierten Einwanderern Frankreichs Mut zugesprochen wird. Jazz, Funk und karibische Rhythmen fließen in die traditionellen Rhythmen des Maghreb und in den Chaâbi-Pop Algiers hinein und eine arabisch-berberische Hochzeitsfête wird auf der Bühne ebenso zelebriert. Ein wichtiger Akzent liegt diesmal auf der virtuosen E-Gitarren-Arbeit: Mehr als zuvor baut Djamel Laroussi rockige Solo-Intermezzi in die vielfältigen Arrangements ein. Unterstützt wird er auf der Bühne durch seinen langjährigen musikalischen Weggefährten und Co-Produzenten Smail Benhouhou, den Bassisten Tarik Gasmi, Drummer Denis Tchangou und Perkussionist Aziz Belaouache, Als besonderes visuelles Highlight begleiten gelegentlich die Videoprojektionen der Kölner Künstlerin Gudrun Barenbrock die Show. So entsteht ein zündendes Gesamtkunstwerk mit einem spirituellen Grundthema im Gewand packender, weltgewandter Populärmusik.
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